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Diese Seite ist aktuell noch im Aufbau. Bitte habt ein bisschen Geduld. In der Zwischenzeit könnt ihr gerne unsere Spielleute besuchen: Alvara – die Spielleute von Cullach Cuthach

 

Der Name Cullach Cuthach kommt aus dem Gälischen  und bedeutet wilder Eber.

Wir stellen eine Wikingergruppe im frühen Mittelalter um ca. 950 n. Chr. dar. Wir stammen von der Isle of Man, die sich zwischen Irland und Schottland befindet.

Die irischen Kelten wurden zwar nie von Römern besiegt, gerieten aber im 9. Jhd. unter den Einfluss der Wikinger, die sich an der irischen Küste niederließen und wichtige Handelszentren wie Dublin und Cork gründeten. Teils bekämpften sich Kelten und Wikinger heftigst um die Vorherrschaft auf der Insel, teils assimilierten sich die Kelten in die Wikingergemeinschaft und verbündeten sich mit den Wikingern.

Die Wikinger nutzten die Insel ihrerseits als Stützpunkt für den Handel und als Ausgangspunkt für ihre häufigen Raubzüge.

Über uns

Wir befassen uns mit der Zeit zwischen 900 und 950 n. Chr., der Zeit des Jelling-Stils und „siedeln“ uns auf der Isle of Man an.

Diese wurde zwar in erster Linie von norwegischen Wikingern besetzt, stand aber auch unter irisch-keltischem und dänischem Einfluss.
Es entstanden Bündnisse zwischen Nordmännern und Kelten bzw. Angelsachsen, wodurch wir eine große Bandbreite sowie die Möglichkeit einer „lebendigen“ Darstellung erreichen. Damit wollen wir eine reine Grabfund – Darstellung vermeiden.

Nach dem Leitgedanken der experimentellen Archäologie probieren wir Geschichte praktisch aus.

Neben der Herstellung von Kleidung, Schuhen, Schmuck, Glasperlen und allgemeinen Ausrüstungsgegenständen, beschäftigen wir uns mit der Kampfweise der Wikinger (Schildwall), dem Bogenbau und anderen Dingen des täglichen Lebens, um eine historisch korrekte Darstellung zu erreichen.

Außerdem sind wir gerade dabei, ein Wikingerschiff nachzubauen – einen Küstensegler, der bei Roskilde (Dänemark) gefunden wurde.

Bei all den Aktivitäten darf aber auch ein schönes Lager mit geselligem Beisammensein von „Gleichgesinnten“, die vielleicht gerade bei einer Runde Met zusammensitzen und sich ihrer Beutezüge rühmen, nicht fehlen!

Die Wikinger

Es geschah im Jahre 789 n. Chr. – drei Schiffe der Nordmänner erreichten die Südküste Englands.

Als der Stadthalter sie empfing und sie aufforderte, dem König ihre Aufwartung zu machen, wurde er kurzerhand erschlagen.

Vier Jahre später ereignete sich der berühmte Überfall auf das Kloster von Lindisfarne, eine kleine Insel im Nordosten Englands.

Gemäß den angelsächsischen Chroniken begannen von nun an die Raubzüge der Wikinger auf England, Schottland und Irland.

Doch warum verließen die Skandinavier ausgerechnet im 8. Jhdt. so zahlreich ihre Heimat, um ganze Landstriche in Europa zu plündern und später zu besiedeln?

Der Grund war vermutlich, dass es in Skandinavien zur Überbevölkerung kam und brauchbares Siedlungs- und Ackerland knapp wurde, da weite Teile Dänemarks, Norwegens und Schwedens dicht bewaldet waren.

Bei ihren Raubzügen im weitgehend christlichen Europa fanden die Wikinger fruchtbares Land vor und besiedelten und bewirtschafteten es.

Dabei ließen sich die dänischen und norwegischen Wikinger eher im westlichen Europa nieder, während die schwedischen Wikinger die slawischen Landstriche des heutigen Rußlands eroberten.

Bei ihren blitzartigen Überfällen kam es ihnen zugute, dass sie sich als meisterhafte Schiffsbauer erwiesen und sich mit ihren hochseetüchtigen Langschiffen auf den rauen Atlantik wagten. Dabei drangen sie in ferne Gebiete, wie Island, Grönland und sogar Neufundland vor.

Außerdem konnten sie auch seichte Flüsse befahren, da die Schiffe der Wikinger einen relativ niedrigen Tiefgang hatten. Auch erwies sich der flache Kiel der Schiffe als Vorteil, da dadurch selbst ein voll beladenes Schiff einfach auf dem Strand anlanden konnte.

Die Wikinger waren aber nicht nur blutrünstige Plünderer und Krieger, sondern auch Siedler, Bauern, Fischer, Händler, Handwerker und Künstler.

Das Zeitalter der Wikinger umfasst im Wesentlichen die Jahre kurz vor 800 n. Chr. bis ca. 1100 n. Chr.

Mit der Zeit verringerte sich die Macht der Wikinger in Europa.

Die Plünderungen gingen zurück, als die Wikinger nach und nach zum Christentum konvertierten.
Die Besatzer wurden auch immer enger in die politische Entwicklung Europas verstrickt.

Ein neues Zeitalter brach an, als sich die Wikinger im späten 11. Jhdt. mit der Bevölkerung Nordeuropas vermischten.

Das Scheitern der letzten großen Invasion im angelsächsischen England führte schließlich zum Ende der Wikingerzeit.
König Harald Hardrada gilt als einer der letzten Wikinger, der mit dem Schwert in der Hand starb, als er versuchte, die Macht über das angelsächsische Königreich zurückzugewinnen.

Isle of Man

Die Isle of Man befindet sich in der irischen See , etwa gleich weit entfernt von England, Schottland und Irland. Die Insel ist etwa 48 km lang, 16 km breit und hat eine Fläche von 572 km². Das Landesinnere besteht aus einem Bergmassiv mit dem 621 m hohen „Snaefell“. Entlang der Küste erstreckt sich eine felsige Klippenlandschaft.

Die Isle of Man ist seit dem Mesolithikum (Mittelsteinzeit – ab 9600 v. Chr.) bewohnt und wurde im 5. Jhdt. n. Chr. die Heimat vieler irischer Missionare.

Ab dem 9. Jhdt. wurde sie von norwegischen Wikingern überfallen und nach und nach besiedelt.

Die frühesten nordischen Höfe waren kleine befestigte Anlagen, was darauf hinweist, dass die Insel auch zu Beginn des 10. Jhdt. noch lange kein sicherer Ort war.

Es herrschte 100 Jahre lang ein mehr oder weniger gesetzloser Zustand, da sie ohne Schutz mächtiger Jarls oder regionaler Kriegsherren war.
Erst Mitte des 10. Jhdt. wurden die Wikingerhäuser größer – ein Zeugnis von Sicherheit und Wohlstand auf der Insel.

Die Isle of Man wurde Ausgangspunkt zahlreicher Angriffe auf Städte wie Chester und Wirral (heute Liverpool).

Die Insel blieb bis 1266 in norwegischem Besitz, als man den letzten unabhängigen König von Man dazu zwang, die Oberherrschaft der schottischen Krone zu akzeptieren.

Das Vermächtnis der Wikinger ist noch heute auf der Isle of Man sichtbar – sie blieb halbautonom und wird vom Tynwald (altnordisches Wort für Parlament) regiert.